Erlebnisberichte

Dieser Kaffee war besonders lecker.

Zwei Tage lang haben die Crew und die Redakteure von ALEX Berlin auf der re:publica für aktuelle, klare und einzigartige Berichterstattung gesorgt. Zwei Bühnen der MEDIA CONVENTION wurden gefilmt und trotz störrischen Internets von heldischen Menschen zu YouTube gestellt. Mittendrin waren die einzelnen Teams, die Snapchat-Stories filmten, die wichtigen Fragen stellten, von ihren Erlebnissen berichteten und sich mit den wichtigen Menschen der Messe auf einen Kaffee trafen. Nicht zu vergessen die Jugendlichen von DIGGA, die zwei Tage lang den Fachbegriffen auf den Grund gegangen sind, von denen wir behaupten Bescheid zu wissen. Aber mal ehrlich, eigentlich haben wir keine Ahnung.

Am Ende dieser zwei Tage hat sich Paula mit mir zusammengesetzt, um einen Apfel zu essen und eine Brause zu trinken. Dabei haben wir uns über unsere Erlebnisse auf der re:publica unterhalten.

Im Nachhinein ist mir noch eine Sache eingefallen, die ich an der Veranstaltung super spannend fand. Das Sendezentrum ein “Kombinat für angewandte Radiotechnik”. Dahinter stecken mehrere Projekte, die sich mit der Bildung von Podcast Communities in Deutschland auseinandersetzten. Man hat mich dahin geschickt, nachdem ich einen Messegänger nach seinem “Serial my Ass” Sticker gefragt hatte. Das Sendezentrum hat auf der re:publica aktiv Bildung im Bereich Podcasting betrieben und Einführungen in Hosting und Produktion von eigenen Podcasts gegeben. Eine echt gute Sache.

Ihr habt die re:publica verpasst und wollt nachholen? Da gibt es viele Möglichkeiten. Da wären zum Einen die Panels der MEDIA CONVENTION, die ALEX Berlin gefilmt hat.
Dann hat natürlich die re:publica selbst viele der restlichen Panels gefilmt. Da gibt es so einige spannende Sachen.

Wenn euch die einzelnen Beiträge auf dem ALEX Blog gefallen haben, dann schaut doch mal bei den einzelnen Leuten vorbei, die sie gestaltet haben. Lara und Viki produzieren die Hauptstadtsafari, Viki macht nebenbei noch eine Sendung über Rap. Salwa macht bei Fritz beste Arbeit. Paula hat vor kurzem eine super coole Sendung mit Cäthe gemacht und kümmert sich sonst bei ALEX um die Neuzeit. Meine Wenigkeit macht, zusammen mit ein paar anderen Verrückten, coole Dinge unter dem Namen DragonsEatEverything. Soweit von mir an dieser Stelle. Danke fürs Vorbeischauen! Und wenn ihr die Zeit habt, dann macht ne coole Sendung bei ALEX Berlin.

Digitale Sicherheit, Cyberstalking und Data Run

Sicherheit im Netz ist eines der wichtigsten Themen überhaupt. Spätenstens seit Snowden ist es auch im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Und es ist ein Thema mit vielen Facetten, mit Einschränkungen und mit viel Selbstbewusstsein. Einfach so von Facebook zu verschwinden mag Datentechnisch gut sein, aber was ist mit den FreundInnen die zurück gelassen werden?

Es gibt viele Verschiedene Initiativen die sich mit Sicherheit im Netz auseinandersetzen. Die einen tun es auf Medienpädagogische Art und die anderen stellen einfach umfangreiche und vielfältige Informationen zur Verfügung. Letzteres macht zum Beispiel das Tactical Tech Collective, die auf der re:publica unter anderem mit Postkarten vertreten sind auf denen “Margeret Thatcher is 110% sexy!” steht. Das Tactical Tech Collective hat vor einiger Zeit Security in a Box gebastelt, eine sehr umfangreiche und hilfreiche Resource für die eigene Sicherheit im Netz.

Medienpädagogisch setzt sich mediale pfade, ein Verein für Medienbildung, für die Auseinandersetzung mit den Themen ein. Der Verein hat seit einiger Zeit ein Augmented Reality Spiel namens Data Run im Berliner Technikmuseum am Laufen. Dabei schlüpfen die SchülerInnen in die Rolle von HackerInnen und müssen einen Anschlag verhindern. So lernen sie interaktiv ihre eigenen Daten zu schützen.

Um ein besseres Verständnis von dem Spiel zu bekommen, habe ich Matthias Kamps, der bei mediale pfade für Open Education zuständig ist, ein paar Fragen gestellt.

Ab Morgen gibt es das Spiel offen zugänglich auf der Data Run Website.

An ganz anderer Stelle hat Caspar Mierau einen Erlebnisbericht zum Thema “Digitales Stalking” gehalten. Ein spannender und reflektierter Einblick in die Art und Weise wie der Blogger mit einem Stalker umging. Dazu Tipps und Tricks für den Umgang mit eben dieser Art von Mensch, die einen nicht in Ruhe lassen will.

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Wer mehr Interesse an der Auseinandersetzung mit “Online Harassment” und dem Umgang mit dem Teufelszeug hat, sollte sich mal bei Crash Override vorbei schauen. Die Electronic Frontier Foundation bietet umfangreiche Anleitungen und dann gibt es noch das App Centre, auch aus der Richtung Tactical Tech. Wer das Ganze gerne auf Deutsch haben will, kann sich an der Stelle an Digitalcourage e.V. wenden.

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#TTIPLEAKS – Fragerunde nach der Pressekonferenz

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Die #TTIPLEAKS sind eine heiße Sache, daran gibt es keinen Zweifel. Seit heute Morgen um 11 Uhr gibt es Dokumente aus einem Leak, der Greepeace zugespielt wurde zur öffentlichen Einsicht im Web und in einem kleinen Glashaus vor dem Brandenburger Tor. Der Leak an sich besteht nicht aus den original Texten, es handelt sich um Kopien nach dem Prinzip “Copy & Paste” bei der die Wasserzeichen der Originale unkenntlich gemacht wurden.

Was genau die Folgen sein werden, wie die Bundesregierung und andere involvierte Parteien weiter handeln, das ist unklar. Fest steht, dass hier ein vermeidlich wichtiger Schritt in Richtung Transparenz getan wurde. Wer Zeit und Interesse hat, kann sich hier ein unglaublich umfangreiches Bild von dem geplanten Handelsabkommen machen.

Eine Pressekonferenz zu den Leaks fand heute auf der re:publica statt. Die Konferenz selbst lässt sich hier anschauen. Sollte danach noch Interesse an weiterer Aufklärung bestehen, dann haben wir die abschließende Fragerunde aus einer kleinen Ecke heraus aufgenommen.

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Virtual Reality

Virtual Reality soll DAS neue Ding sein. Hier auf der re:publica gibt es zahllose Stände, die einem die eine oder andere Brille anbieten, mit der man dann Ski fahren kann oder in einem Dschungel steht und einem Glühwurm durch die Luft folgen kann.

Bevor wir überhaupt von VR gehört hatten, haben die Jungs von DIGGA das Ganze an einem Stand des ZDF ausprobieren dürfen. Ein “hochspannendes Medium” nannten sie es danach, eine Sache die man “durchaus weiterentwickeln sollte”.

Navid hat sich einen Gear Vr aufgesetzt. Das ist eine Brille, die mit Hilfe eines Smartphones funktioniert. Man klemmt sein Smartphone ganz einfach zwischen Linsen und Telefon. Dann setzt man das Gestell auf, das einen dann von der Umwelt abschirmt und in die virtuelle Welt entführt.

Anders als das Gear VR funktioniert Oculus Rift mit Hilfe eines sehr leistungsstarken Computers, der das Bild in der Brille speist. Vor kurzem erst fertig gestellt, davor von Facebook gekauft und ursprünglich spektakulär mit Crowdfunding ins Leben gerufen, ist Oculus Fahnenträger im Bereich VR. Andere Anbieter haben nachgezogen, ursprüngliche Spielestudios Valve, Sony und Samsung, alle springen sie auf den Zug auf, der uns in die Zukunft führen soll.

An einem der Stände zeigt das Game Science Center, ein interaktives Museum aus Berlin, was mit Oculus und Eye-Tracking so möglich ist. Hier habe ich die wirklich wichtigen Fragen stellen dürfen.

So eine Oculus Brille ist ziemlich gemütlich zu tragen. Die Sache mit der eigenen Brille ist eher ungünstig, eine genaue Einstellung schien hier nicht möglich. Plötzlich war ich dann, in meiner Kurzsichtigkeit, in einem Dschungel. Ein Mond schien am Himmel, nach dem musste ich mich aber erst umschauen. Ein Blick nach rechts oben zeigte gigantische Bäume, Blätter und eben den großen, schönen Vollmond. Irgendwie gruselig dieser Blick, die Dunkelheit und die Fülle an Geräuschen, die auf einen zukommt. Das hier wäre die perfekte Situation für schreckliche und gemeine Jump Scares. Das Potential in alle Richtungen ist gigantisch. Für mich ist das aber nichts. Ganz davon abgesehen, dass mir beinahe sofort schlecht wurde.

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Paulas Schraube

Paulas Kopfhörer sind kaputt gegangen! Zum Glück sind wir auf der re:publica. Hier gibt es 3D Drucker und maker spaces und eigentlich sollte man uns hier helfen können. Naiv wie wir waren, sind wir also los um uns helfen zu lassen.

Beim Gig Makerspace wurde uns auch sofort geholfen, Geraldine De Bastion hat uns an Gary weitergegeben. Nachdem die vorhanden, “normalen” Schrauben für ungut befunden wurden, haben wir kurz versucht Gary dazu zu überreden uns eine Schraube zu drucken. Aber dafür hatten wir weder genug Zeit, noch ein ordentliches 3D Modell auf irgendeinem Rechner geschweige denn die nötigen Überredungskünste. Zum Glück gibt es den Kabelbinder.

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Jetzt sind Paulas Kopfhörer gerettet. Es gab den obligatorischen Tweet und wir wissen, dass 3D Druck zwar Brücken bauen kann, aber dafür braucht es immer noch mehr als nur den Willen etwas zu drucken. Vielleicht lassen wir uns noch irgendwann mal erklären wie man ein solches Modell eigentlich basteln kann.

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Die Eröffnung

Die Eröffnung der re:publica begann mit etwas Verspätung. Aber Dank Kaffee und Mate war das kein Problem. Es wurden zahllose Bilder der wartenden Menge geschossen, Apple Watches haben mehr als nur die Zeit mitgeteilt und generell hat sich niemand daran gestört ein wenig zu networken. Die Tore öffneten sich und ließen die Massen in den großen, dunklen, teilweise verspiegelten Raum. Zielgerichtet suchten sich die Besucher ihre Plätze und kamen schnell zur Ruhe.

Hier beginnt dann die Eröffnungszeremonie, mit viel Liebe für die Vergangenheit der re:publica, schönen Erinnerungen und einem beeindruckenden Bild. Die re:publica, die in dem Jahr in dem sie zehn wird das Motto TEN oder auch NET hat, reflektiert sich selbst, im von Spiegeln übersehenen Raum und im Programm.

Hier könnt ihr euch die  ganze Eröffnung noch einmal in voller Länge anhören: