ZUGANG GESTALTEN!

Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe.

#ZugangGestalten

Ich bin wieder für Euch unterwegs. Ich steige am Berliner Hauptbahnhof aus. Im Umkreis ist an diesem Tag viel los. Na klar, die internationale Konferenz Zugang Gestalten, findet statt. Aber nur drei Straßen weiter tummeln sich in diesen Stunden die größten Staatschefs, wie Barack Obama im Kanzleramt. Selbst ein Sigmar Gabriel begrüße ich beim Besteigen seiner Limousine, auf meinem Weg zur Veranstaltung. Er grüßte leider nicht zurück. Jetzt aber zu der Veranstaltung, wo ich heute für euch bloggen werde. Diese findet vis-à-vis vom Hauptbahnhof statt — und zwar im historischen Hamburger Bahnhof. Stätte des Museums für Gegenwart Berlin. Eine wirklich tolle Location.

Ich bekomme eine Akkreditierung, setze mich in den für die „Blogger“ reservierten Plätze und beginne zu lauschen. Hier dreht sich alles um das Thema „ZUGANG GESTALTEN, Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“. NACHHALTIGKEIT, steht dann auch noch dick auf den Flyern geschrieben, die hier überall ausliegen.

Die Begrüßungsworte zum zweiten Tag von Dr. Robert Kaltenbrunner, klingen freundlich. Er ist optimistisch. Er spricht über Planbarkeit und Nachhaltigkeit. Es sollen Gedanken sein, „eines Stadtentwicklers zu einem prekären Verhältnis“. Seine kleine Rede, schließt er mit einem Sprichwort ab „Wenn man’s nicht kann, ist es Kunst. Denn wenn man’s kann, ist’s keine Kunst.“ Prompt gibt es kritische Nachfragen, zu der Mietpreisentwicklung bspw. im Wedding. Ganz so einfach scheint es dann doch nicht zu sein…

Weiter geht es nach der Mittagspause. Dann spreche ich auch noch kurz mit dem Leiter der Konferenzreihe Dr. Paul Klimpel.

Zugang gestalten

Die Pause ist vorbei. Wir stehen vor einer abschließenden Podiumsdiskussion. Auch Tim Renner ist angesagt. Ob er wirklich kommt, das wissen wir noch nicht. In der kulinarischen Mittagspause, habe ich die Zeit genutzt, um wenige Minuten mit dem Leiter der Konferenzreihe, Dr. Paul Klimpel zu sprechen.

Hier könnt ihr direkt reinhören…

Zum Nachmittag beginnt nun das letzte Panel. Auch Tim Renner ist mit dabei. Sowie die MdL Sabine Kurtz und Dr. Carsten Brosda. Wenn schon ein Mitglied des Landtags Baden-Württemberg auf der Bühne sitzt, zusammen mit dem Staatssekretär für Kultur, aus der letzten Legislaturperiode, Tim Renner — dann geht es natürlich um Finanzierung.

Aber bevor es zur Sache geht, erwähnt Moderator Börries von Notz, dass Tim Renner ein echter Professor an der Deutschen POP Akademie Baden-Württembergs ist.

Wie lässt sich Kultur weiter finanzieren — wie nachhaltig sind Finanzierungsmodelle in der Kultur? … ich habe das Gefühl, diese Fragen lassen sich in einer kurzen Podiumsdiskussion nicht beantworten.

Tatsächlich geht es viel um Digitalisierung in der Kultur. Hin und wieder wird zur späten Stund‘ auch noch geschmunzelt. Als Tim Renner verrät, dass seine 83-jährige Tante ihn auf den Social-Media-Kanälen mit Kommentaren bombardiert. Sie sei halt eine sehr kulturinteressierte Person.

Das war’s dann auch für uns. Ich gehe mit dem Gefühl, dass es glücklicherweise immer Menschen geben wird, die sich um das wichtige Erbe der Kultur kümmern werden. Auch wenn das in ganz vielen Fällen, auf sehr harte ehrenamtliche Arbeit zurückzuführen ist.

Tschüß und ciao aus Berlin. Ich gehe rüber. Mein Zug fährt gleich ab.

AUTOR: Marvin Jäger